Nur Fahren ist schöner!

 

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St. Moritz - Silvaplana - Julier - Bivio - Septimer - Casaccia - Maloja - St. Moritz

 

St. Moritz - Silvaplana 1815 müM (22 Min / 5.5 km) - Julierpass 2284 müM (45 Min / 7 km / 460 Hm) - Bivio - Septimer 2310 müM (1 Std / 6,5 km / 518 Hm) - zu Fuss auf steiler Säumerstrasse bis zum Talboden vom Val Maroz 1793 müM (ca. 60 Min / 3.6 km / 517 Hm runter) - Casaccia 1458 müM - Maloja 1810 müM (28 Min / 4.8 km / 318 Hm) - St. Moritz (bis Silvaplana auf Hauptstrasse) (29 Min / 11,7 km)

 

 

 

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360 Grad Panorama vom Malojapass

 

 
 
 
 
   

 

 

Distanz:  ca. 56 km

Höhenmeter:  ca. 1502

Hobby:  ca. 5 Std.

 

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Tourentagebuch vom 25. August 2010

 

Eigentlich wollte ich diese anspruchsvolle Tour allein fahren. Aber mein Schatz meinte dazu folgendes: "Dann gibst Du die nächsten Jahre mit dieser Tour an und ich sehe daneben alt aus. Ich komme mit!"

 

Um 8:35 Uhr sind wir gestartet und um 16:36 Uhr waren wir wieder zurück. Das Wetter war super und schon bald befanden wir uns auf der Anfahrt zum Julier. Die Strasse ist breit und es wird entsprechend schnell gefahren. Man hat aber gut Platz und es hatte in unsere Richtung wenig Verkehr. Nach einer Stunde waren wir auf dem Pass und liessen uns von einem Deutschen Touristen vor dem Passschild fotografieren.

 

Die Strasse wird im oberen Bereich ausgebaut und eine Baustelle folgt der anderen. Die Abfahrt hat Spass gemacht. In Bivio kaufte Jeannette Brötchen und Käse. Ich leerte noch schnell eine Flasche Ovo-Drink. Dann ging es den Septimer hoch. Mir hat der Anstieg sehr gut gefallen. Die Naturstrasse ist mit einem Mountainbike bis zum Pass befahrbar. Ich musste mit meinen abgelaufenen Strassenpneus an einigen Stellen schieben.

 

Auf dem Pass liessen wir uns wieder fotografieren. Diesmal war es eine auffallend freundliche Wanderin - natürlich auch aus Deutschland. Warum habe ich ihr kein Visitenkärtchen gegeben? Nach Käse und Brötchen ging es auf der anderen Seite des Septimerpasses runter. Wir hatten natürlich mit einer verdienten Abfahrt gerechnet. Doch auf der steilen Säumerstrasse sind vermutlich schon mehr als 100 Maultiere abgestürzt. Natürlich übertreibe ich hier ein bisschen. Junge Downhiller hätten sicher ihre Freude an dieser steilen Holperpiste. Wir hatten sie nicht.

 

517 Höhenmeter tiefer erreichten wir mit zittrigen Knien endlich den Talboden vom Val Maroz. Wie lange hatten wir eigentlich für diese Tortour? Keine Ahnung. Mein GPS hat wegen der langsamen Geschwindigkeit und dem Tragen dauernd auf „Automatische Pause“ geschaltet. Nur so viel ist sicher. Wir sind auf dem Pass um 12:49 losgefahren, bzw. losmarschiert und um 14:27 Uhr auf dem Talboden vom Val Maroz angekommen. Da ich für meine Homepage gesamthaft 337 Fotos geschossen habe, kann man getrost eine halbe Stunde abrechnen. Es waren demnach ca. 60 Minuten. Meinen Knien kam es wie drei Stunden vor. Das 'Garmin Edge 705' hat 33 Minuten notiert. Ein Bekannter ist der Meinung, dass er in 20 Minuten unten war. Gleitschirm im Rucksack?

 

 

 

 

 

Vom Val Maroz ging es leider nur noch 331 Höhenmeter runter nach Casaccia. Man hat uns um eine tolle Talfahrt betrogen! Es kommt noch besser. Gerade habe ich mit einem Bekannten telefoniert: "Hoffentlich seid ihr nicht bis Casaccia gefahren. Man kann nämlich einige Kurven weiter oben, links abbiegen und kommt so auf einem Höhenweg in die Malojapassstrasse." Grrrrrr, diesen Abzweiger haben wir verpasst. Egal, harte Männer/Frauen pfeifen auf Abfahrten und Abkürzungen. Vielleicht wären wir genau auf dieser Abkürzung von einer Mutterkuh angegriffen worden oder eine tollwütige Schlange hätte Jeannette in ihren schönen Hintern gebissen.

 

Nun fehlt also nur noch der Maloja. Zum Glück sind es von Casaccia nur 318 Höhenmeter. Andererseits kommt es bei Passfahrten immer darauf an, was man vorher schon alles geleistet hat. In endlosen Serpentinen geht es nach Maloja hoch. Es hatte ziemlich viel Verkehr. Doch die Strasse ist breit und es wird zwangsweise langsam gefahren. Also kein Vergleich mit dem Julier. Lustig, auf dem GPS sieht man die Serpentinen als zusammengefaltete Wurst vor sich - und die Wurst scheint kein Ende zu haben. In Maloja habe ich sofort den Aussichtspunkt bestiegen, fotografiert und nach Jeannette Ausschau gehalten. Vielleicht kann ich sie heranzoomen. Doch meine Begleitung war nicht auszumachen. Panne (sie hat ja nie einen Ersatzschlauch dabei - würde ohne Ersatzmann auch nichts nützen)? Zusammenbruch (ich hab’s ja gewusst)? Kling, kling, kling! Nanu, wer läutet den hinter mir? Unglaublich, mein Schatz steht hinter mir! "Hast Du das Postauto genommen?" Super Leistung!

 

Nach einem Icetea Peach vom Kiosk fuhren wir mit herrlichem Rückenwind auf dem schnellsten Weg zurück nach St. Moritz. Natürlich gab es später auch noch die obligatorische Monsterpizza im Hotel "Sonne".

 

Machen wir die Tour nochmals? Das herunter Laufen vom Septimer war schon an der Grenze. Lustig ist anders. Doch alles andere war super. Aus Erfahrung würde ich sagen, wenn morgen die Knie nicht mehr schmerzen werden wir uns nur noch an die schönen Dinge erinnern und die Tour wieder einmal machen.

 

                                    

 

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'Doppeltes Lottchen' kurz vor dem Septimerpass

 

 

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GPX-Datei     

 

 

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