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Foto Der kleine strahlende Stern

von Jeannette Kronauer

„Was für ein Glück ist es, dass ich meine hellen Strahlen ins Universum schicken kann! Ich liebe es, zu glitzern und zu leuchten von früh bis spät!“ Dies dachte ein winzig kleiner Stern. In jeden Strahl, den der kleine Stern ins All schickte, legte er seine ganze Herzensliebe hinein. Er tat es einfach so, ohne etwas zu erwarten. Es bereitete ihm einfach das grösste Vergnügen. Ja gibt es denn überhaupt etwas Herrlicheres als seine Freude auszustrahlen? Seit langer Zeit genoss der kleine Stern das Leben und sein Glück leuchtete in alle Himmelsrichtungen.

Der muntere kleine Stern freute sich auch am wundervollen Licht, das seine Sternengeschwister verströmten und er war voller Dankbarkeit dafür. In allem, was der kleine Stern betrachtete, sah er eine magische Kraft. Und es freute ihn immer wieder aufs Neue, diese Magie wahrnehmen zu können.

Eines Tages entdeckte der kleine strahlende Stern einen Planeten, dessen Bewohner verwirrt, unglücklich und ohne Perspektive waren. Nur ein kleiner Teil von ihnen strahlte Freude und Zufriedenheit aus. Voller Mitgefühl beobachtete der kleine strahlende Stern das Treiben auf diesem Planeten. Er wünschte so sehr, den Wesen, welche dort lebten, zu helfen oder ihnen wenigstens Mut zu machen. Aber wie? Er beschloss, seine Liebe und Freude ganz intensiv zum Planeten hin zu schicken.

Erde Da vernahm der kleine Stern eine liebevolle Stimme: „Man nennt mich Planet Erde, mein lieber strahlender Freund! Du bist ein guter Beobachter. Meine Bewohner, die Menschen, befinden sich in grossem Wandel. Viele merken, dass sie sich verändern müssen, und sie sind offen dafür, neue Wege zu gehen. Denn an ein Weiterleben wie bis anhin, ist nicht zu denken. Alle sind gefährdet und es könnte sein, dass die Menschen sich selbst und den Planeten zerstören.“

Und die Erde sprach weiter: „Erinnerst du dich daran, an die weit vergangene Zeit, als du selbst unglücklich und verwirrt warst? Weißt du noch, wie hilflos und ängstlich du damals warst?“

„Oh ja, das vergesse ich nie mehr, lieber Geist der Erde! Ich bin ja so überaus dankbar, dass ich wieder weiss, wer ich bin! Ich schätze das Leben und ich bin sehr glücklich, da zu sein, wo ich jetzt bin!“

Es gab eine Zeit, da hatte der kleine strahlende Stern vollkommen vergessen, wer er war. Nichts hätte ihn von seinem Glauben abhalten können, klein und unbedeutend zu sein. Er wusste nicht mehr, dass er die Gabe hatte, zu leuchten. Ja er bemerkte sein eigenes Licht nicht einmal. Er fühlte sich sehr einsam und alleine. Sogar seine allernächsten Sternenbrüder erschienen ihm fremd und unerreichbar. Sie waren ja viel grösser und bedeutender als er. Er war überzeugt davon, dass er heller leuchten und grösser sein müsste, um glücklich zu sein. Ja es schien, dass ihn niemand verstehen oder gar lieben würde. Er hatte sich ganz verstrickt im Gedanken der Trennung. Das Leben war sehr mühsam und hart für den kleinen strahlenden Stern. In seinem Innern tobten Stürme und meist war er unzufrieden. Viele Ängste plagten ihn.

Jedoch, seine grosse Sehnsucht führte ihn irgendwann einmal zum kostbarsten aller Schätze, nämlich zum Schatz in seinem Innern, welcher ihn schon immer erfüllte. Nur, er selbst musste ihn erkennen und annehmen! Was für ein Segen war es für ihn, als ihm dies klar wurde.

Und seitdem vergeudet der kleine strahlende Stern seine Kraft nicht mehr für Ängste, Zweifel, Unzufriedenheit und dergleichen. Heute benutzt er seine innewohnende Macht. Die mühselige Suche nach Zufriedenheit und Glück ist endlich vorbei. Voller Freude jubelt er und spricht zur Erde gewandt: „Wie wundervoll ist es doch, zu wissen, dass alles in mir selbst ist.“

Den Weisheiten des kleinen Sterns stimmte Mutter Erde freudig zu. „Ja wirklich, es ist nicht einfach mit dem Schleier des Vergessens zu leben. Nicht mehr zu wissen, wer man ist und was für eine wundervolle Kraft einem erfüllt! So wie du damals, sind die meisten Menschen davon überzeugt, dass Glück und Zufriedenheit von äusseren Dingen abhängig sei. Ich liebe die Menschen sehr und ich werde alles dafür tun, damit sie sich wieder an ihre eigene Grösse erinnern. Nur, die Menschen müssen selbst erkennen, dass sie die Schöpfer ihres Lebens sind und dass alles Konsequenzen oder Auswirkungen hat. Am meisten schmerzt es mich, dass jeder denkt, getrennt vom anderen zu sein. Wenn den Menschen nur wieder bewusst wird, dass sie alle miteinander verbunden sind. Jeder einzelne beeinflusst mit seinem Denken und Handeln das Ganze. Begreifen die Menschen dies und sehen sie sich als die eine Menschheitsfamilie, so wird sich alles wandeln. Wer würde sich selbst denn bewusst Schaden zufügen wollen?“

Sterne Da erwiderte der kleine strahlende Stern: „Die grossen Erfahrungen, die ich in meinem Spiel der Trennung gemacht habe, vergesse ich nicht. Die Sehnsucht nach Liebe, nach meinem wahren zu Hause, führte mich dahin, wo ich jetzt bin. Was für ein Glück!“

Ja wirklich, das alte Leben des kleinen Sterns war passé, vorbei, vollbracht. Keine Angst hinderte ihn daran, freudig und mutig zu sein. Und ein bezauberndes Lächeln intensivierte seine einzigartige Ausstrahlung.“

Der Geist der Erde freute sich unbändig darüber, dass der kleine strahlende Stern sich seiner Grösse wieder bewusst war. Mutter Erde schmunzelte und dachte bei sich, endlich hat der kleine Stern erkannt, dass er eine vollkommene Sonne ist!“

Gerade in diesem Augenblick sprach der kleine Stern zur Erde gewandt: „Nun, liebster Geist der Erde, kann ich etwas für dich und die Menschen tun? Meinst du, dass es etwas nützt, wenn ich einfach meine Liebe und meinen Frieden ausstrahle?“

„Du bewirkst immer etwas, das weisst du ja. Indem du deine Lebensfreude, deinen Frieden und deine Liebe total lebst, gehen die machtvollsten Energien von dir aus. Deine Strahlen haben dann eine unglaublich grosse Kraft und sie erzählen von deinem Glück, mit allem eins zu sein.“

Helle Strahlen der Freude flossen vom kleinen glücklichen Stern zum Geist der Erde. „Wie sehr ich dich liebe“, sprach er lachend zur Erde gewandt.

Dem kleinen Stern bereitete es ein unbändiges Vergnügen, seine freudigen und friedvollen Gedanken zur Erde zu schicken. Er war ja schliesslich eine mächtige Sonne und er wollte seine Gaben gut nutzen! Alle Wesen sollen an meinem Glück teilhaben. Vor allem auch die Menschen, die ganz verstrickt in ihrem Machtdenken sind und nur an ihren eigenen Vorteil denken. Eine tiefe Angst plagt diese Menschen und sie sind alles andere, als glücklich und zufrieden. Denn Macht, Gier, alles besitzen zu wollen, besser zu sein und dergleichen, bringt keinen wirklichen Frieden oder wahre Freude. Solange die Menschen der Trennung frönen und glauben, dass irgendein Mangel bestehen würde, gelingt nichts.

Der kleine Stern tat sein Bestes und schickte unbeirrt seine liebevollsten und freudigsten Strahlen zur Erde hin. Die Sternenbrüder sahen das machtvolle Leuchten des kleinen strahlenden Sterns. Und sie unterstützten ihn mit grossem Eifer. So blieb das intensive Sternenlicht am Himmel nicht ohne Folgen.

Viele Menschen bemerkten das besondere Strahlen der Sterne. Vor allem zwei Kinder, Larissa und Manoel blickten fast jeden Abend zum Firmament herauf. Sie nahmen das vermehrte Leuchten am Sternenhimmel schon seit langem wahr. Ja sogar in ihren Träumen tanzten die beiden Kinder ausgelassen auf den Strahlen der Sterne.

Mit grossem Entzücken bemerkte dies der kleine strahlende Stern. Ja wahrlich, er sah, dass den zwei Kindern nichts entging. Jeden Abend waren die beiden erneut fasziniert von der Pracht des Sternenhimmels. Sogar wenn es regnete und Wolken die Sicht trübten, genossen Larissa und Manoel die Anwesenheit der Sterne. Besonders das Glitzern und Leuchten eines ganz bestimmten Sterns faszinierte die beiden Kinder unglaublich fest! Es war nämlich das wunderbare Licht unseres kleinen strahlenden Sterns. Eine grosse Freundschaft entwickelte sich und Larissa und Manoel öffneten sich den verheissungsvollen Weisheiten des kleinen strahlenden Sterns.

Wieder einmal lauschten sie voller Hingabe den Worten des kleinen Sterns: „Meine lieben Kinder, ihr seid weder grösser noch kleiner als ich! In euch ist derselbe grosse Schatz wie in mir! Magie und Macht erfüllt euch! Fühlt euch frei und lasst euch nicht einengen. Niemals soll irgendeine Angst eure Klarheit trüben. Hört auf den grossen Schatz in euch. Fühlt die Liebe in euren Herzen und lasst euch von ihr leiten. Geniesst das Einssein mit mir und mit allem, was ist. Seht in jedem Wesen die eine Kraft, die alles beseelt. Lasst euch nicht beirren. Vieles ist nicht das, was es scheint, zu sein!“

Larissa und Manoel liebten es so sehr, dem kleinen strahlenden Stern zuzuhören! Und es schien, als könnten sie nie genug von den grossen Weisheiten kriegen. Ja wahrlich, es war ein grosses Glück für die Kinder.

„Oh wie sehr wir dich lieben, du kleiner strahlender Stern! Wir fühlen dein tiefes Mitgefühl für die ganze Menschheit. Wir sind sehr glücklich darüber und danken dir. Du zeigst uns auf deine Art, was man alles für sich und alle andern bewirken kann. Wir lernen von dir, ohne Angst zu sein und in allem eine vollkommene Kraft zu sehen. Du bist glücklich und zufrieden, eine Sonne zu sein. Und wir haben gelernt, glücklich und zufrieden das zu sein, was wir jetzt sind. Durch dich haben wir erkannt, dass die eine göttliche Essenz in allem ist. Dies stimmt uns mutig und freudig. Egal, was geschieht, unsere Essenz, das was wir in Wahrheit sind, wird ewig sein.“

Larissa und Manoel hatten sich schon lange dem Fluss des Göttlichen geöffnet. Deshalb erfüllten Glück, Freude, Dankbarkeit, Weisheit und Liebe ihre Herzen. Und darum konnten die wundervollen Strahlen des kleinen Sterns derart ungehindert zu ihnen hin strömen.

Viele Leute wunderten sich darüber, dass Larissa und Manoel derart viel Frieden, Stärke und Zuversicht ausstrahlten. Sie begannen den Kindern Fragen zu stellen. Da erzählten Larissa und Manoel den Mitmenschen von ihren Erlebnissen mit dem kleinen strahlenden Stern. Manchmal wurden sie deswegen mitleidig belächelt. Dies konnte die Kinder nicht beirren. Sie vertrauten ihren Herzen, sie wussten um die Dinge zwischen Himmel und Erde.

Aber viele Menschen liessen sich vom Glück der Kinder anstecken. Vermehrt sahen auch sie zum Firmament hinauf. Der Verstand durfte ruhen und sie genossen einfach den Sternenhimmel und fühlten sich dankbar und freudig.

Immer mehr Menschen öffneten sich der Liebe. Ihnen wurde klar, dass sie alle zusammen gehörten und die eine Menschheit bilden. Vieles begann sich zu ändern. Jeder, der sich selbst wieder liebte und erkannte, wie wundervoll er war, war ein Segen für alle anderen. Viele Menschen befreiten sich von ihren Ängsten und gaben sich der Magie hin, die ihre Herzen erfüllte. Die Natur erholte sich und alles begann wieder üppig zu blühen. Keine Stürme tobten, nur ein sanfter Wind flüsterte von glücklichen Menschen. Der Regen fiel dort, wo er freudig erwartet und dankbar empfangen wurde. Niemandem kam es in den Sinn, etwas gegen Mutter Erde oder eines ihrer Wesen zu tun. Bald herrschte grosse Fülle. In vielen lauen Nächten sassen die Menschen beisammen und bewunderten den Sternenhimmel.

Foto Mond Da lacht und leuchtet ein klitzekleiner strahlender Stern voller Übermut! Er schickt Funken der Liebe zur ganzen Menschheit, die es geschafft hat, glücklich, freudig und liebend zu sein.

Dies ist keine Utopie, denn die Erde wartet darauf, dass wir aufbrechen. In jedem Moment haben wir Gelegenheit, umzudenken, uns zu ändern und uns dem Leben, Gott ganz zu öffnen. Wir dürfen einfach das sein, was wir schon immer waren, immer sein werden und immer sind, wundervolle göttliche Wesen. Damit wir eine Erde erleben können, die vor Glück erstrahlt, müssen wir bei uns selbst beginnen. Alles liegt in unseren Händen. Kein Erretter wird kommen, denn dies bedeutete ja ein Eingreifen und geschähe gegen unseren Willen. Die meisten Menschen glauben an Trennung und Mangel und so müssen wir eben genau diese Erfahrungen machen. Man kann Gott oder das Universum niemals täuschen. Wir selbst sind immer die Schöpfer unseres Lebens.

Der kleine strahlende Stern ist immer für uns da. Auch wenn Wolken den Himmel trüben, er strahlt für uns, für jeden von uns. Er ist unser Freund und liebt uns alle, ohne eine einzige Ausnahme. Er beobachtet, wie verschieden die Menschen sind, ein jeder speziell und aussergewöhnlich. Er freut sich darüber. In vielen Herzen hat der kleine Stern eine tiefe Sehnsucht der Menschen entdeckt, die Sehnsucht nach Frieden, Liebe, Freude und Harmonie.

Was gibt es über die Kinder zu berichten? Oft geschieht es, dass Larissa und Manoel beim Aufwachen entzückt ihre Hände betrachten, weil diese ganz gefüllt sind mit den goldenen Strahlen des kleinen Sterns. Voller Dankbarkeit legen sie dann den Goldsegen an ihre Kinderherzen. Mit grosser Freude begrüssen sie den neuen Tag, egal, was er bringen wird, ihre Liebe für alles Leben kann durch nichts gemindert werden. Die beiden Kinder haben den unerschöpflichen Reichtum in sich entfaltet. Sie müssen nicht an irgendwelche Wunder glauben. Sie verwirklichen sich selbst, denn die beiden wissen, dass alles möglich ist, weil alles in ihnen selbst verankert ist. Sie nutzen die Quelle ihrer wunderbaren Macht.

Entdecke auch du in jedem Augenblick den Segen und die Kraft in dir selbst. Lebe wie der kleine strahlende Stern. Du weißt es schon längst und du kannst es in dir fühlen, dass du nichts anderes bist, als eine mächtige und vollkommene Sonne. Strahle deine innewohnende Kraft aus und vertraue ihr, leuchte, glitzere, berühre, sei wagemutig! Verströme deinen unermesslichen Reichtum, der dir vierundzwanzig Stunden zur Verfügung steht. Sei glorreich und magisch, nutze deine Macht, ein Stern auf der Erde zu sein. Egal, was auch immer geschieht, fühle, spüre, dass du stets das eine, über alles geliebte Kind Gottes bist. Der klitzekleine strahlende Stern erzählt dir voller Hingabe von der unbändigen Freude deiner Seele, wenn du die bedingungslose Liebe Gottes annimmst.

Hörst du den kleinen strahlenden Stern in dir? Er spricht ununterbrochen zu dir. Es liegt an dir, dich darauf einzulassen. Wenn du es tust, wirst du erfahren, wie wunderbar, magisch und amüsant das ist!

Sterne

Titel Ich bin Optimist 0205 gerahmt



Ich nehme mir heute vor:

So stark zu sein, dass nichts meinen Seelenfrieden stören kann.

Mit jedem, den ich treffe, über Gesundheit, Glück und Wohlstand zu sprechen.

Die positive Seite aller Dinge zu sehen und optimistisch zu sein; nur an das Beste zu denken und nur das Beste zu erwarten.

Mich genauso über die Erfolge anderer zu freuen, wie ich mich über meine eigenen freue.

Fehler der Vergangenheit zu vergessen und den höheren Zielen der Zukunft zuzustreben.

Immer guter Laune zu sein und jeder lebenden Kreatur, der ich begegne, ein Lächeln zu schenken.

So viel Zeit darauf zu verwenden, mich selbst zu verbessern, dass ich keine Zeit habe, andere zu kritisieren.

Zu gross für Sorge, zu edel für Ärger, zu stark für Furcht zu sein und zu glücklich, um Schwierigkeiten in meiner Gegenwart zu dulden.


Titel Immer dann Foto 0191 Erich von Däniken

Immer dann, wenn die Liebe nicht ganz reicht, wünsche ich Dir Grossherzigkeit.

Immer dann, wenn Du verständlicherweise auf Revanche sinnst, wünsche ich Dir Mut zum verzeihen.

Immer dann, wenn sich bei Dir das Misstrauen rührt, wünsche ich Dir einen Vorschuss an Vertrauen.

Immer dann, wenn Du dich über die Dummheit anderer ärgerst, wünsche ich Dir ein herzhaftes Lachen.

Immer dann, wenn Du mehr haben willst, wünsche ich dir die Sorglosigkeit der Vögel des Himmels.

Immer dann, wenn Dir der Kragen platzt, wünsche ich Dir Kraft zum nächsten Schritt.

Immer dann, wenn Du Dich von Gott und der Welt verlassen fühlst, wünsche ich Dir eine unverhoffte Begegnung, ein Klopfen an der Tür, ein Klingeln an der Haustür.


Titel Liebe Dich selbst Foto 0165

Vergiss die guten Vorsätze fürs neue Jahr.
Erstrebenswert ist nur ein gutes Lebensgefühl.

von Annette Bischof

1. Trage Dir nichts nach
Gräme Dich nicht wegen vergangener Taten. Vergib Dir. Du hast in jeder Situation das Bestmögliche getan mit den Mitteln, die Dir zur Verfügung gestanden sind. Stecke Deine Energie lieber in die Zukunft. Nur die kannst Du ändern.

2. Gehe in kleinen Schritten vor
Der Mensch leidet lieber, als dass er seine Situation verändert. Vertrautes vermittelt Geborgenheit; Veränderungen brauchen Mut, sich ins Neuland vorzuwagen auch. Fange deshalb klein an und erlaube Dir, zum Auftanken in vertraute Gefilde zurückzukehren.

3. Ersetze Selbstkritik durch Lob
Niemand ist perfekt. Kritisiere Dich nicht. Selbstkritik verschlechtert nur Dein Selbstbild. Dafür baust Du Dich mit jedem Lob auf und bewirkst eine Veränderung zum Guten. Deshalb: Sage Dir, wie gut Du eine Sache machst, und nicht, wie schlecht.

4. Gehe schlechten Gewohnheiten auf den Grund
Rauchen, zu viel essen, Frustkäufe und Wutanfälle: Deine schlechten Gewohnheiten haben ihre Berechtigung, denn Du hast sie einmal als Methoden gewählt, um mit Konflikten und Sehnsüchten umzugehen. Nimm sie genauer unter die Lupe. Nur was Du verstehst, kannst Du überwinden.

5. Experimentiere mit neuen Verhaltensmustern
Überlege Dir neue Strategien, die Deine "schlechten" Gewohnheiten ersetzen könnten. Experimentiere mit ihnen. Lobe Dich jedes Mal, wenn Du eine neue Methode angewandt hast. Je vertrauter Dir dieses Verhalten wird, desto weniger fällst Du in alte Muster zurück. Und desto eher kannst Du Dich langsam von ihnen verabschieden.

6. Baue ein Repertoire von Aufstellern auf
Was macht Dir Freude? Was sind Deine persönlichen Aufsteller? Blumen giessen, die Katze kraulen, in der Badewanne liegen, mit der Modelleisenbahn spielen? Zelebriere sie. Setze sie zum Stimmungsaufbau ein und erhöhe die Dosis, wenn es Dir schlecht geht.

7. Höre auf Deinen Körper
Wenn es dem Körper gut geht, freut sich die Seele. Wann fühlst Du Dich am besten? Beim Aktivsport, in der Sauna, beim Faulenzen? Magst Du Teigwaren lieber als Gemüse? Jeder Körper weiss genau, was er braucht. Tue ihm mindestens einmal täglich bewusst etwas Gutes.

8. Setze schlechten Gefühlen schöne Bilder gegenüber
So ernst Du Deine Wut, Angst und Trauer nehmen solltest, lasse sie nicht die Oberhand gewinnen. Denke Dir lieber schöne Bilder oder Erinnerungen aus, auf die Du Dich konzentrieren kannst, wenn sich negative Gedanken oder Gefühle festsetzen. Damit entspannst und befreist Du Dein Gehirn.

9. Mache den Spiegel zum Freund
Schaue Dich täglich im Spiegel an. Was drückt Dein Gesicht aus? Sage Deinem Spiegelbild, was Du von ihm hältst. Lächle Dich danach an und sage Dir: "Ich vergebe dir. Ich mag dich, wie du bist." Suche Dir etwas aus, was Dir an Dir gefällt, und sage: "Das mag ich an dir besonders."

10. Habe Geduld mit Dir
Die Seele bewegt sich im Zeitlupentempo. Sie lernt durch Wiederholungen. Je mehr Du sie mit positivem Gedankengut fütterst, desto besser begreift sie. Der Weg eines Menschen zu sich selbst ist voll von Aha-Erlebnissen und Rückfällen. Habe Geduld mit Dir.


Titel Dalai Lama - Glück Foto Dalai Lama

An alle, die glücklich sind.

(auch für Unglückliche sehr interessant)

von Tenzin Gyatso, dem 14. Dalia Lama
aus 'Ratschläge des Herzens', Diogenes

Man kann auf unterschiedliche Weise glücklich sein. Manche Menschen leben aufgrund einer geistigen Störung in einem Zustand naiven Glücks. Für sie ist immer alles in Ordnung. Dieses Glück ist aber nicht das Glück, um das es uns hier geht.

Für andere gründet das Glück auf dem Besitz materieller Güter und auf sinnlicher Befriedigung. Wir haben bereits auf die Fragwürdigkeit dieser Einstellung hingewiesen. Auch wenn Sie sich aus diesem Grund für wirklich glücklich halten - Sie werden doppelt leiden, wenn Ihnen die Umstände nicht mehr wohl gesinnt sind.

Andere wiederum sind glücklich, weil sie moralisch denken und handeln. Das ist das Glück, das wir brauchen, denn dieses Glück hat tiefere Wurzeln und hängt nicht von den Umständen ab.

Um dauerhaft glücklich sein zu können, müssen wir zuallererst erkennen, dass auch Leid zum Leben gehört. Das ist vielleicht anfangs deprimierend, aber auf lange Sicht können wir mit dieser Einstellung nur gewinnen. Wer es vorzieht, die Wirklichkeit zu leugnen, indem er Drogen nimmt, das falsche Glück in einer blinden Spiritualität sucht oder ungezügelt lebt, nur um nicht nachdenken zu müssen, erwirkt dadurch bloß einen kurzen Aufschub. Wenn dann die Probleme akut werden, sind diese Menschen oft nicht gegen Schwierigkeiten gefeit und »erfüllen das Land mit ihren Klagen«, wie man in Tibet sagt. Zorn oder Verzweiflung überkommen sie, und zu den anfänglichen Schwierigkeiten gesellt sich der Schmerz.

Versuchen wir herauszufinden, woher unser Leiden kommt. Wie jedes andere Phänomen ist es das Ergebnis unendlich vieler Ursachen und Umstände. Hingen unsere Gefühle jeweils nur von einer einzigen Ursache ab, dann müssten wir nur einer einzigen »Glücksursache« ausgesetzt sein, und wir wären hundertprozentig glücklich. Wir wissen aber genau, dass dem nicht so ist. Geben wir also die Vorstellung auf, dass uns nur etwas Bestimmtes fehlt zum Glück, das wir nur finden müssten, um nicht mehr zu leiden. Anerkennen wir, dass das Leiden Teil des Lebens oder, buddhistisch gesprochen, des Samsara, des Kreislaufs der bedingten Existenzen, ist. Wenn wir Leiden als etwas Negatives oder Abnormales betrachten, dann führen wir ein erbärmliches Leben, denn dann werden wir Opfer unserer Einstellung. Glück ist nur dann möglich, wenn selbst das, was wir als Leid ansehen, uns nicht unglücklich macht.

Nach buddhistischer Auffassung führt die Beschäftigung mit der Existenz des Leids nie zu Pessimismus oder Verzweiflung. Sie lässt uns die eigentlichen Gründe für unser Unglücklichsein erkennen, nämlich Begierde, Hass und Nichtwissen, und durch dieses Erkennen können wir uns davon befreien. Mit Nichtwissen ist hier das Unverständnis für die wahre Natur der Wesen und Dinge gemeint. Es ist die Ursache der beiden anderen Gifte. Sobald das Nichtwissen sich auflöst, haben Hass und Begierde keine Grundlage mehr, und die Quelle des Leids ist erschöpft. Daraus ergibt sich ein spontan altruistisches Glück, das nicht mehr der Spielball negativer Gefühle ist.