Radsportferien mit Gusti Zollinger

in Calpe an der Costa Blanca in Spanien

Die Fotos der zweiten Woche vom 9. - 17. Mai 2009 sind hier abrufbar.

 

 

                                                                       

                                     

                   www.gustizollinger.ch        

 

 

 

Gruppe von Hanspeter Kunz vor dem Ifach (Fels bei Calpe).

Ich bin der mit dem gelben Helm und der roten Zunge.

 

 

 

Bitte auf Bild klicken!

 

Bernia

 

horizontal rule

Ferienbericht

"Muss ich tatsächlich einen Bericht schreiben?" "Unbedingt!" "Oh Mann, wenn's sein muss..."

Eine Bedingung stellte mein geliebter Schatz schon Wochen vor den Ferien: "Es wird nicht geflogen!" "Ich will nicht die Hälfte meines Lebens in Flughäfen verbringen. Wir nehmen den Bus." Ich schwieg knurrend und wagte das Abenteuer. Mein Vater fuhr extra von Gross nach Bürglen, um uns dann nach Luzern zu bringen. Dort wurden wir von einem freundlichen Schnauzer erwartet und mit einem kleinen Bus zur Autobahnraststätte Gunzgen gebracht. Fast zur gleichen Zeit kam der grosse Reisebus von Franz Dähler und es konnte endlich losgehen. Im Bus waren fast nur ältere Leute, die wieder einmal die Geranien vor ihren Häuschen an der Costa Blanca giessen wollten. Witzig, diejenigen welche in der Nacht energisch um Nachtruhe baten, schnarchten so laut, dass alle anderen nicht schlafen konnten.

In Calpe wurden wir vom Gruppenleiter Erich freundlich empfangen. Er zeigte uns alles und stellte uns Hanspeter Kunz vor. Wir fassten die Räder und die Leibchen und kauften noch eine passende Hose. Ich fahre seither fast nur noch im Gusti Zollinger Dress. Warum habe ich keine passenden Socken gekauft!

Danach bezogen wir das Zimmer 507 im Hotel Diamante Beach. Vom Zimmer, dem Balkon mit Aussicht, dem Essen und dem Service waren wir positiv überrascht. Sogar der Tresor war gratis (im Gegensatz zum Hotel in Andalusien). Mit dem LCD-TV konnten wir nur RTL und SAT1 empfangen und natürlich 30 spanische Sender.

Am nächsten Tag ging es endlich los. Auf dem Parkplatz vor dem Hotel fand die Gruppeneinteilung statt. Ich hatte im Winter aus gesundheitlichen Gründen fünf Monate pausiert und erst 800 km in den Beinen. Mutig schloss ich mich der schnellen Gruppe von Hanspeter Kunz an. Danach starteten wir zur ersten von den insgesamt 10 Touren (5 pro Woche). Das Programm wiederholt sich jede Woche. Mich hat es nicht gestört. Ich würde wieder zwei Wochen buchen. Angenehm: Die Touren sind im Preis inbegriffen (nicht wie bei Hürzeler). Am Mittwoch und am Samstag ist Ruhetag. Am Donnerstag wird die Königsetappe gefahren. Die Touren werden von Pedro mit dem Bus begleitet. Er nimmt unsere Rucksäcke und Wasser mit. Pedro ist auch der Hoffotograf. Immer wieder steht er am Strassenrand und macht Aufnahmen. Da heisst es auch nach 150 km die Zähne zusammenzubeissen und eine Art Lächeln zu formen. Pedro brannte die Fotos auf CDs und verkaufte sie am Abschlussabend für 10 Euro. So kam ich auch einmal zu Aufnahmen während der Fahrt, von vorne und sogar mit mir drauf.  Wer schwere Beine hatte oder gesundheitlich angeschlagen war, durfte auch einmal einen Pass im Bus überqueren. Das Mittagessen wurde gemeinsam eingenommen. Dies ist besonders dann schön, wenn der Partner in einer anderen Gruppe fährt. Ich genoss die Mittagessen mit meiner Jeannette. Pizza, Paella und die Abschiedsküsse haben mir besonders gut geschmeckt.

Hanspeter Kunz versuchte den angekündigten Durchschnitt einzuhalten, nahm aber auch Rücksicht auf Schwächen am Berg. Man fühlte sich sehr wohl und als ein Team. Die Gegend ist wunderschön, aber auch anspruchsvoll. Es gibt nicht nur an der Königsetappe einige kleine Berge, bzw. grosse Hügel zu überwinden. Einen Kafihalt gab es nur einmal pro Woche und einen Fotohalt höchstens einmal pro Tag. So musste ich wohl oder Übel vor allem vom Rad aus fotografieren. Dies bedeutet natürlich 2'500 Fotos mit Radfahrern von hinten. Aber ich will ja nicht jammern. Für die Internetseite kamen doch noch einige spezielle Aufnahmen zusammen und die zwei CDs mit tollen Bilder von Pedro hatte ich ja auch noch im Gepäck.

Sehr gefallen haben mir die Vorträge von Pedro über die Ernährung und den "Schrauber-Kurs" von Hanspeter. Nun weiss ich endlich wie man das Hinterrad auch ohne schwarze Finger ausbauen kann. Jeannette nahm am Vortrag von Andi über die Bekleidung teil - und kaufte natürlich auch etwas. Gut gemacht Andi :-)

Mit dem Wetter hatten wir Glück, bzw. fährt man nicht wegen der Sonne und den warmen Temperaturen nach Spanien? Meiner geliebten Ehefrau war es natürlich bereits zu warm und so lief bei jeder Gelegenheit die Klimaanlage. Mindestens so lange bis ich es realisierte und sie wieder ausschaltete. Letztendlich lief sie vermutlich doch zu lange, denn Jeannette wurde nach zwei Tagen krank und musste das Bett hüten. Vielleicht war es auch die Klimaanlage im Bus. Egal, jedenfalls machte mein Schatz die ersten Tage "RTL-Ferien".

Am Dienstag hatte ich einen Platten. Ich fuhr mit Vollgas in ein Loch - welches mir vom Vordermann nicht angezeigt wurde. Er hat sich entschuldigt und Hanspeter hat den Platten repariert. Am Mittwoch war Ruhetag und am Donnerstag ging es auf die Königsetappe. Im ersten Anstieg machte mich mein Hintermann auf eine Unwucht im Hinterrad aufmerksam. Hanspeter schaute sich das ganze an und wechselte das Rad aus. Der Begleitbus war zufälligerweise gerade in der Nähe. Und weiter ging die Fahrt. Bis zum Pass Soundso, wo der hinter mir fahrende Hanspeter, im steilsten Schlussstück einen Rahmenbruch entdeckte. Natürlich hatten wir auf dem Pass keinen Handyempfang und so blieb mir nichts anderes übrig als mit dem beschädigten Rad vorsichtig den Pass herunter zu fahren. Unten wartete Pedro mit dem Bus und Hanspeter offerierte mir sein "heiliges" Spezialrennrad. Schnell waren die Pedalen gewechselt und ich durfte den Rest der Tour mit dem geilen Velo von Hanspeter fahren. Alles hat Vor- und Nachteile ;-) In der Mittagspause hat Hanspeter den Rahmenbruch mit Kabelbinder stabilisiert. Hält besser als Schweissen. Ein dreifaches Hoch auf den Erfinder der Kabelbinder!

Ausser meinem eigenen Platten weiss ich nur von einem zweiten Fall. Stürze gab es nur am Ruhetag ;-) Einige Gäste haben auf eigene Faust eine Tour unternommen und ein Strassenstück, über welches Wasser lief, unterschätzt. Solche Stellen sind extrem rutschig und gleich drei Fahrer stürzten. Autsch!

Es kommt mir gerade ein "lustiges" Erlebnis in den Sinn. Je nach Grösse der Gruppe ist es nicht immer einfach uns zu überholen. Aber die spanischen Autofahrer sind grundsätzlich geduldig mit uns Radlern. Um so überraschter war ich als auf einer abgelegenen Passstrasse hinter uns ein aggressives Hupkonzert erklang. Die Strasse war eng und wir konnten uns auch nicht in Luft auflösen. Als der "Dödel" uns endlich überholen konnte war alles klar: Ein gestresster Aargauer!

In der letzten Woche wurde es etwas (zu) hektisch. Es kamen immer mehr Gäste an, welche sich für die EURORIDE (Calpe-Schweiz in 14 Tagen / www.gustizollinger.ch ) vorbereiteten. Darunter waren auch Gäste aus Neuseeland und Texas. Die "Kiwis" waren gut in Form (Ende ihrer Saison) und plauderten endlos die Pässe hoch. Unser Guide Hanspeter hatte leider keine Zeit mehr für uns und so wurden wir an Gusti Zollinger und Röbi Irgendwas weitergereicht. Irgendwie schade. Jedenfalls würde ich die letzte Woche der Saison nicht mehr buchen.

Die Rückfahrt mit dem Reisebus war dank den Mitreisenden Margrit und Ralf sehr kurzweilig. Ein Highlight war der Pinkelhalt um 02:15 Uhr. Ich hatte tief geschlafen und war völlig orientierungslos. Wie ich es geschafft habe die Schuhe anzuziehen und trotz minimaler Nachtbeleuchtung über die anderen Gäste zu kraxeln und die enge Wendeltreppe hinunter zu klettern ist mir heute noch ein Rätsel. In Luzern wurden wir wieder von meinen Eltern abgeholt. Danke!

Fazit: Die Busfahrten waren gut organisiert und man sitzt auch sehr bequem. Trotzdem, wir waren ca. 21 Stunden unterwegs und mein Schatz will das nächste Mal unbedingt wieder fliegen. Ziel erreicht :-)

Die Radsportferien in Calpe kann ich sehr empfehlen. Das Gelände ist wunderschön, aber wie erwähnt auch etwas anspruchsvoll. Die Höhe der Pässe hält sich natürlich in Grenzen, aber je nach Temperatur können sie einem höher erscheinen,  als sie es tatsächlich sind. Mit nur 800 km in den Beinen würde ich nicht mehr an den Start gehen. Unterkunft und Betreuung waren sehr gut. Um Jeannette hat man sich sehr bemüht. Mit Erfolg! Ihr hat es sehr gut gefallen: "Es waren die schönsten Veloferien!" Nicht zuletzt auch Dank der lieben Margrit, der Mutter von Hanspeter, welche in der zweiten Woche mit Jeannette die Pässe hochjagte.

Ein herzliches Dankeschön für die erholsamen Ferien geht an Hanspeter, Pedro, Erich, Andi und natürlich auch an René!

Bye, bye und bis bald wieder einmal im sonnigen Spanien...

 

Beat Kronauer

horizontal rule

 

                                           

 
Calpe
 
 
 
  Costa Blanca - Spanien  

 

horizontal rule

 

 

 

Bitte auf Bild klicken!

 

horizontal rule

Total vom 1. - 17.5.2009

 

 

Radtage: 

Distanz: 

Höhenmeter: 

Fahrzeit: 

 

 

  

  10

  1'231 km

  15'951

  50 Std

  

horizontal rule

 

 

 

 

 

Gruppe von Hanspeter Kunz

Drei waren in einem anderen Hotel untergebracht und

wussten nichts vom Fototermin. Erratet ihr welche drei es waren?

 

 

 

Alle, ausser meinem kranken Schatz

Ich wollte ja die Klimaanlage nicht einschalten. Die Kunstturner

André und Mischa aus Davos können nicht nur Radfahren.

 

horizontal rule

 

 

                                                                       

                                                                                               

                                

 

                    

 

 

 

 

           Schöner geht's nimmer.                                                                                              Verfolgungswahn!

 

 

 

 

 

 

 

 

Rahmenbruch an meinem Leihrad auf der Königsetappe

Hanspeter überlässt mir sein "heiliges" Supervelo, repariert meines mit

Kabelbinder und gibt wieder Vollgas. Er ist in jeder Beziehung ein Profi.

Danke, Hanspeter!

 

 

 

 

 

Tintenfischorgie

Mmhhh, lecker! Ich stehe total auf Tintenfisch. Das nächste

Mal nehme ich einen Gaskocher mit ins Zimmer!

 

 

 

 

Bitte auf Bild klicken!

 

Calpe mit Ifach

 

 

horizontal rule

 

 

 

 

Peter Schiffner fährt den Begleitbus und macht wunderschöne Fotos von den Touren. Ende Woche brennt

er sie auf CDs und verkauft sie am Abschlussabend für 10 Euro das Stück. Es lohnt sich! Nicht verpassen!

 

         Fotos von "Pedro"

 

 

 

 

                                                

horizontal rule

                                                                                           

                                           

                                                                                                                                  

 

 

André Riesen war auch im Radfahren Spitze!                                                                         Vorsicht Radfahrer!        

 

 

 

 

  André eignet sich auch als Helmmodel.                                             "Du fotografierst mich aber nicht während ich esse!"        

                            Hier ein Modell ohne Sonnenschutz.                                                                                "Nein, sicher nicht!"                                                            

 

 

 

                                                             

                                             

 

 

horizontal rule

                          

 

Hanspeter Kunz, Statler, Waldorf und Mischa Kälin

 

 

 

                                                             

                                 

                        

 

 

Bitte auf Bild klicken!

 

horizontal rule

    Lust auf mehr?

 

 

horizontal rule

 

 

Copyright by Beat Kronauer, Riedisfeld 4, CH-6463 Bürglen UR, Switzerland